Eine kreative Bibliothek als Kommunikationsmedium

Ein brennendes Thema kann auch in einem Workshop mit einem Künstler oder einer Künstlerin auf außergewöhnliche Weise bearbeitet werden. Der Bildende Künstler Hermann J  Kassel hat dafür das Workshop-Format „take part in art©“ entwickelt und mit den verschiedensten Organisationen gestaltet, vom internationalen Konzern über Stiftungen, sogar einer Kirche bis zu einer der führenden wirtschaftsberatenden Anwaltssozietäten Deutschlands, CMS Hasche Sigle.

Ziel des Workshops:

  • Mitarbeiterinnen erfahren eine neue Sicht auf ihren Alltag
  • entdecken neue Lösungen und Möglichkeiten zu Handeln
  • ein gemeinsam gestaltetes Kunstwerk inspiriert auf besondere Weise die Teambildung

Das gemeinsame Kunstwerk von CMS Hasche Sigle ist eine Installation im Foyer der Kanzlei, eine „Bibliothek“, nicht aus Büchern sondern aus Casani Holzkästen, die von den 120 AnwältInnen und MitarbeiterInnen der Sozietät gestaltet wurden. Ausgangspunkt: das Thema „Recht“ und seine Auslegung im Interesse der Klienten, was auch zu internen Konflikten führen kann.
Gestartet wird mit einem Fußweg über Feld und Flur, 2 km zu einem Fabriksgebäude, der Location des Workshops. Unterwegs gilt es eine zusätzliche Last mitzuschleppen, der Künstler hat einen Hügel Feldsteine aufgeschlichtet. Eine Metapher im Handgepäck? Allein das Tragen der Steine bewirkt, sich mit sich selbst und seinem Tun auseinander zu setzen. Die Steine sind dann das Arbeitsmaterial für erste kreative Fingerübungen.

So für künstlerisches Arbeiten ermutigt, werden die Holzkästen an der Vorderseite zum Thema „Recht“ bemalt und beschrieben. Jeder schreibt persönliche Texte und Gedanken auf Büttenpapier, das im Inneren montiert wird.

Die Bibliothek lädt nun täglich dazu ein, sich morgens einen von einem Kollegen, einer Kollegin gestalteten Bildkasten als Kunstwerk für einen Tag in das eigene Büro zu nehmen, die Notizen zu lesen, zu ergänzen und damit die Kommunikation über das Thema ständig im Fluss zu halten.

Weitere Fotos über diesen und andere Workshop finden Sie auf
http://www.hermann-j-kassel.de/works/53

Unternehmen: CMS Hasche Sigle, Köln
Künstler: Hermann J Kassel

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Wie klingt die Börse?

Dienstag, der 31. Jänner. Ein Morgen wie viele andere. Frühstück und Lektüre der Tageszeitung. Und obwohl ich die drei Seiten im Wirtschaftsteil mit den endlosen Kolonnen von Börsenkursen täglich überblättere, fallen sie mir heute besonders auf. Ich nehme bewusst den Gegensatz zwischen der rationalen Auflistung der Zahlen und den Bildern wahr, die mir das Fernsehen vom Börsenparkett liefert: hektisches Treiben, wildes Gestikulieren, verzweifelte Gesichter, lautes Schreien. Was hat meine Wahrnehmung verändert?

©Renée Del Missier / www.reneedelmissier.com

Im Kulturmontag in ORF2 gestern abend in den „Artgenossen“ portraitierte Piroschka Dossi den italienischen Komponisten Fabio Ciffariello Ciardi. Er setzt die Kursbewegungen an der Börse in Echtzeit in Klänge um, versucht verborgene Muster zu finden, die Komplexität akustisch darzustellen. Der Strom an Informationen, die Dynamik der Finanzmärkte wird in Klang übersetzt. Das Ergebnis: ein elektronischer Rausch aus Spitzentönen, das Abstrakte wird plötzlich hör- und fühlbar. So hört sich die Börse an. Ciardi bringt die verborgene Emotionalität der Börse zum Klingen, die sonst nur aus Zahlenkolonnen besteht. Er verwandelt Bewegung des Marktes in Sound. Es ist eine Reise in eine andere Dimension.

Piroschka Dossi: „Durch Kunst kann man erkennen was sich hinter der Realität verbirgt. Was normalerweise im Strom unablässiger Information, die hinter uns liegt, untergeht. Zu dieser Komplexität kann Kunst eine interessante Alternative bieten, um Ereignisse und Phänomene sichtbar zu machen, die unser Leben nachhaltig beeinflussen.“

Wie klingt Ihr Unternehmen?

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