Dialog

Der Dialog ist eine Gesprächsform, die sich von der klassischen Diskussion wesentlich unterscheidet. Statt gegnerische Positionen einzunehmen, geht es um das miteinander Denken. So können Potentiale gehoben werden, die im Widerstreit der Standpunkte nicht zu erschließen sind. Der Dialog ist die Basis um gemeinsame Lösungen zu finden. Der wertschätzende Austausch setzt gemeinsame Energie frei. Gerade wenn es um Veränderung, Innovation oder Strategie geht ist der Dialog die optimale Gesprächsform, aber nicht die einfachste. Wir sind gewohnt, unsere eigene Meinung zu verteidigen, unser eigenes Statement über die Rampe zu bringen. Sie erleben es sicher auch immer wieder: es wird mehr geredet als zugehört, keiner geht darauf ein was andere gesagt haben.

Der Dialog lebt vom Zuhören und Sich-auseinandersetzen, vorurteilsfrei und interessiert. Unterschiedliche Standpunkte werden für alle transparent gemacht, das Thema aus allen Perspektiven betrachtet und weiterentwickelt. Durch das gemeinsame Reflektieren können neue Einsichten gewonnen werden.

Manchmal zeigt sich die Professionalität eines Moderators, einer Moderatorin darin, dass sie erkennen wenn sich ein Dialog entwickelt und ihre gewohnte Rolle verändern. Das erlebte ich bei der Diskussion zwischen einer Künstlerin und einem Philosophen. Der Moderator hatte sich offensichtlich sorgfältig vorbereitet und wollte den Gesprächsablauf mit seinen Fragen strukturieren. Schon nach der ersten Frage entwickelte sich allerdings ein hochinteressanter Dialog (im wahrsten Sinne dieser Methode) zwischen den beiden Protagonisten. Man merkte dem Moderator an seinem Minenspiel an, dass er selbst gebannt lauschte, andererseits etwas verunsichert war was seine eigene Rolle betraf. Glücklicherweise siegte sein „G’spür“, er ließ den Fluss des spannenden Dialogs weiterlaufen und brillierte dann mit einem Schlusswort sowie der Überleitung zum nächsten Programmpunkt.

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Intermediäre

Bei künstlerischen Interventionen sind Intermediäre die Mittler zwischen dem Unternehmen bzw. der Organisation und den KünstlerInnen. Sie informieren und beraten die UnternehmerInnen und Führungskräfte, sie wählen KünstlerInnen für das jeweilige Projekt aus („Matching“), führen die Partner zusammen, erstellen den Projektplan, begleiten den Prozess und gestalten die Reflexionsphasen. Intermediäre sind Vermittler und Dolmetscher, sie verstehen die Sprachen von Kunst und Wirtschaft und klären Fragen beider Seiten. Sie kümmern sich darum, dass die Projekte professionell ablaufen, Missverständnisse und Konflikte geklärt und die Ergebnisse nachhaltig gesichert werden.

Welche Qualifikation haben Intermediäre für diese Rolle:

  • Erfahrungen in beiden „Welten“ und aus der eigenen Praxis
  • Offenheit, Neugierde, Kommunikationsfähigkeit
  • Fähigkeit zum Perspektivenwechsel
  • Klarheit und Organisationstalent
  • Fähigkeit gleichzeitig gelassen und fordernd zu sein

Einerseits spielen Intermediäre also eine aktive Rolle im Prozess, andererseits sorgen sie dafür, dass die Intervention selbst in der Verantwortung und freien Entscheidung der Künstlerin, des Künstlers liegt. Damit grenzen sich Intermediäre von OrganisationsberaterInnen ab, die in bestimmten Phasen eines – vom Berater gesteuerten – Prozesses punktuell Künstlerinnen und Künstler einsetzen. Zum Beispiel um mit den MitarbeiterInnen einen Firmen-Song zu entwickeln, Theaterszenen zu spielen oder ein Video zu produzieren.

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Künstlerische Intervention

Künstlerinnen und Künstler verfügen über besonders ausgeprägte Fähigkeiten der Wahrnehmung, Interpretation und Transformation. Der Künstler bringt seine Sichtweise auf Unternehmensprozesse ein, stellt in Frage, verfremdet, abstrahiert, verdichtet, löst und verknüpft neu.

Der Einsatz von Kunst und künstlerischen Methoden eröffnet allen Beteiligten neue Wahrnehmungs- und Gestaltungsräume. Die Erfolgsberichte aus u.a. Schweden, Dänemark, Frankreich – inzwischen auch aus Deutschland und einige wenige aus Österreich – sind überzeugend. Künstlerinnen und Künstler aller Sparten werden für eine neue Form der Zusammenarbeit auf Augenhöhe ins Unternehmen und in Organisationen geholt: ein Pharmaunternehmen ist mit Co-Creation erfolgreich, ein Management-Team findet zu einer neuen Dialogkultur, Ärzte verstehen ihre Patienten besser, Konflikte zwischen zwei Niederlassungen eines Energieunternehmens werden geklärt.

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BarCamp

Ein BarCamp ist ein Veranstaltungsformat, das die Grundsätze des bewährten „Open Space“ auf eine Tagung, eine Konferenz umlegt. Deshalb spricht man auch von einer Un-Konferenz. BarCamps sind aus dem Bedürfnis heraus entstanden, dass sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es entsteht eine intensive Veranstaltungsatmosphäre mit Workshops, Diskussionen, aktivem Wissens-Transfer, vor allem aber freier Interaktion der TeilnehmerInnen untereinander und viel Spaß.

Die Grundidee: Jeder, der etwas beizutragen hat und etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen mitzumachen und mitzugestalten.

Die Prinzipien:

–          Alle sind aktive TeilnehmerInnen –  die Rollenteilung in aktive Referenten und passive Zuhörer gibt es nicht

–          Selbstorganisation und Selbstverantwortung statt zentraler Planung und Vorbereitung

–          Im Fokus stehen Wissensaustausch, Interaktion und Networking

–          Informationen und Erfahrungen aus der Veranstaltung werden über Social Media, wie Facebook, Blogs, Twitter, Wikis, Foto- und Videosharing usw. allen Interessierten zugänglich gemacht

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