Aquarelle als Inspiration

Die Autorin des Buches „Wirtschaftsästhetik. Wie Unternehmen die Kunst als Inspiration und Werkzeug nutzen“ und Professorin an der Business School Berlin Potsdam, Brigitte Biehl-Missal, lehrt nun auch an der Universität Hannover. Am Institut für Interdisziplinäre Arbeitswissenschaft studieren Berufstätige in einem Weiterbildungsstudiengang, der Arbeit und Menschen in den Mittelpunkt stellt. Im Lehrplan findet man aktuelle Titel wie Wertschätzende Dialoge, Humor als Burnout-Prävention, Organisationale Achtsamkeit bei Veränderungsprozessen – und so wundert es auch nicht,  dass künstlerische Themen und Methoden wie Ästhetik und Kunst als Quelle für Inspiration, Teamentwicklung mit musikalischen Interventionen, Innovationsdramaturgie und  die Macht der Metapher als Innovationsmethode vermittelt werden.

Brigitte Biehl-Missal hat uns von ihrem Seminar, das sie kürzlich gehalten hat, einen inspirierenden Bericht geschickt:

„Es ist ein seltenes Geschenk, dass wissenschaftliche Seminare illustriert werden. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Tanja Föhr, Teilnehmerin an meinem Seminar „Ästhetik und Kunst als Quelle für Inspiration in Unternehmen“  ihr Feedback in Form von Aquarellen ausgedrückt hat. Eine passendere Antwort hätte man für diesen Seminartitel wohl nicht finden können.

8391278819_60fcf22322_bDie Innovationsmanagerin hat zunächst ein Zitat von Warren Buffet abgewandelt, der von sich behauptete: „I am not a business man, I am an artist“.  Föhrs farbiges Aquarell illustriert dabei sehr treffend, wie viel Management doch mit unscharfen Grenzen und sich verändernden Formen zu tun hat. Nur Wasserfarben können diesen Eindruck vermitteln, da sie anders als die scharfen Linien anderer Farben ineinander übergehen und schlecht „kontrollierbar“ sind. Ebenso wenig wie die Führung von Menschen und geschäftliche Entscheidungen im 21. Jahrhundert.

Ein weiteres Bild verdeutlicht die beiden Seiten von Kunst mit zwei Figuren, die einen dicken Bauch haben. Einerseits geht es um Machtdemonstration wie beim Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer, der sich mit einem Kunstwerk dekoriert, welches in seiner Abstraktheit auch ihn als abstrakt denkend und innovativ präsentieren soll (meine Prezi-Folie im Hintergrund).  Der andere Bauch visualisiert das „Bauchgefühl“, welches viele unternehmerische und individuelle Entscheidungen nicht zu Unrecht beeinflusst. In der Managementforschung ist der Begriff des impliziten Wissen besonders wichtig um zu erklären, wie Menschen sich in Organisationen verhalten. Man geht davon aus, dass dieses von der ästhetischen, also sinnlichen Wahrnehmung beeinflusst ist.

8391785612_4db3d4d359_k8390697637_08c4857ae6_kHier schließt der Stuhlkreis an, bei dem knubbelige Männchen ihre steife Position aufgegeben haben, vielleicht weil sie wie wir im Seminar das Gedicht „The Road Not Taken“ des amerikanischen Pulitzerpreis-Trägers und Lyrikers Robert Frost gelesen haben. Berater bei Boston Consulting haben dies auch durchgeprobt. Die Lehren daraus? Ein Gedicht ist offen, fast unendlich interpretierbar, wird mit näherem Hinsehen und Hinhören noch komplexer und enthüllt weitere Bedeutungen. Genau dies muss eine Führungskraft auch wissen, die sich vom einfachen Entweder-/Oder-Denken verabschieden muss. Beim Gedicht geht es darum, dass an einer metaphorischen Weg-Gabelung eine Entscheidung getroffen werden muss. Der Poet schreibt nicht nur, sondern macht uns fühlen, dass damit ein wenig Einsamkeit und Angst einhergeht, weil es keinen Weg zurück gibt – wie im Leben und auch im Manageralltag, wenn es um Entlassungen und Risiken gehen mag. Schließlich wirft Föhr noch einen Blick auf die Metapher, dass Organisationen wie Jazz sind. Führung wechselt sich ab, es wird improvisiert und es ist Schwung drinnen! Ein Ideal des zeitgemäßen Managements, was aber in der Realität nicht immer hält. Das wirft auch die Frage auf: Wie würde Ihr Unternehmen klingen?  Wer sich ein wenig mit dieser Frage beschäftigt, wird schnell auf Rhythmen, Melodien und auch Dissonanzen stoßen.“

Brigitte Biehl-Missal war im März v.J. Impulsreferentin bei unserem Diskussionsforum im Uhrenmuseum. Die Besprechung ihres Buches „Wirtschaftsästhetik“  lesen Sie im Bereich Literatur.

Und die Zeichnungen von Tanja Föhr finden Sie auch unter diesem Link

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Kunst fördert Wissenschaft

Die [ID]factory in Dortmund erforscht und fördert den Transfer von Kunst in außerkünstlerische Felder. 2011 startete sie mit dem Symposium „Kunst fördert Wirtschaft“. Dieser provokante Titel motivierte mich damals spontan daran teilzunehmen. Am 19. November 2012 stand die Folgeveranstaltung „Kunst fördert Wissenschaft“ am Programm, ein fachübergreifender Diskurs über non-lineares Denken als innovative Verunsicherung des Wissenschaftssystems. Referenten und Diskussionspartner waren u.a. der Künstler und Kunsttheoretiker Prof. Dr. Bazon Brock, Physiker Hans-Peter Dürr, der Kulturwissenschaftler Martin Tröndle, die Theaterpädagogen Eva Renvert und Bernd Ruping sowie die Künstler Gerald Nestler, Christopher Dell und Wolfgang Stark. Muster und Parallelen zwischen Arbeitssoziologie und Kunst, Mitarbeiterführung und Theaterpädagogik, Organisationen und Jazz wurden erlebbar gemacht. Die TeilnehmerInnen konnten einem Kunst- und Wissenschafts-Slam lauschen und ein Kunst- und Wissenschaftslabor erkunden.

„Loslassen bewährter Muster ist in allen Bereichen notwendig“, fasste Prof. Ursula Bertram, Leiterin der [ID]factory zusammen. Wissenschaftler müssen kreativ sein wie Künstler, und Künstler so begründungsfähig wie Wissenschaftler.

Weitere Informationen unter www.id-factory.de

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Kunst und Wirtschaft? Bitte auf Augenhöhe!

Karin Wolf

In der Kunst und in der Wirtschaft werden unterschiedliche Sprachen gesprochen und es gelten unterschiedliche Regeln. Die Kunst dient der Unterhaltung und der Erbauung, die Wirtschaft der Warenproduktion und der Gewinnmaximierung. Künstler und Künstlerinnen führen ein Bohemien-Leben und sind im Idealfall zu Lebzeiten arm wie Kirchenmäuse und werden nach ihrem Tod berühmt. Unternehmer sind ausschließlich an Geld interessiert, bereichern sich auf Kosten anderer, haben einen dicken Bauch und eine Zigarre im Mund. Die Liste der Stereotypen ließe sich noch weiter fortzusetzen und würde einmal mehr bestätigen, dass es eigentlich keine natürlichen Berührungspunkte zwischen diesen beiden Welten geben kann.

Wirtschaft fördert Kunst
Umso erstaunlicher ist es, dass es dennoch zahlreiche Begegnungen zwischen Kunst und Wirtschaft gibt. Kunstsponsoring ist in Österreich spätestens seit den 80er Jahren aus der Öffentlichkeitsarbeit großer Unternehmen nicht wegzudenken. Von Firmen gestiftete Kunstsammlungen und Kunstpreise werden von den Medien und der interessierten Öffentlichkeit durchaus positiv wahrgenommen.
Die Rollen sind eindeutig verteilt: die Wirtschaft gibt, die Kunst empfängt. Der Nutzen für die Beteiligten liegt ebenfalls auf der Hand: der Sponsor stärkt sein Image, erreicht bestimmte Zielgruppen und positives Medienecho. Der Künstler oder die Kunstinstitution kann ein Projekt mithilfe von Sach- oder Geldleistungen umsetzen. Im Idealfall also ein Geschäft zum beiderseitigen Nutzen. Leider ist der Nutzen nicht immer so klar: die Sponsoren merken, dass nur das Logo auf den Plakaten und das Inserat im Programmheft doch nicht den erwünschten Effekt bringt. Die Künstler nehmen quasi zähneknirschend das Geld entgegen und fühlen sich dabei oft wie Bittsteller.

Künstlerische Intervention
In einer Situation, wo einer gibt und der andere dankend empfängt, kommen schwer Gespräche auf Augenhöhe zustande. Könnte es Sinn machen, die Kommunikation  von Unternehmern und Künstlern zu ändern? Und wie könnte das ausschauen? Es lohnt sich ein Blick über die Grenzen, vor allem in den angelsächsischen oder skandinavischen Raum, aber auch nach Deutschland, wo sich bereits eine Tradition der „arts based intervention“, der künstlerischen Intervention in Unternehmen etabliert hat. Wirtschaftsbetriebe haben erkannt, dass  sich bestimmte künstlerische Fähigkeiten und Methoden sehr gut für die Problemlösung in Bereichen der Unternehmenskultur, der internen Kommunikation oder der Organisationsentwicklung eignen.

Warum macht es Sinn, Künstler einzuladen, sich mit internen Problemen eines Unternehmens auseinanderzusetzen und einen Beitrag zu leisten? Ich schließe mich hier der Meinung von Danica Purg, Präsidentin der IEDC-Bled School of Management in Slovenien und der Central and East European Management Development Association (CEEMAN), an, die  auf die Frage, was Führungskräfte von der Kunst und von Künstlerinnen und Künstlern lernen können, folgendes antwortete: „Kunst und Künstler inspirieren uns mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen was mit uns und um uns herum vorgeht. Ein Künstler kann uns ermutigen unsere Fähigkeiten, unser Verhaltensrepertoire und unsere Reaktionsfähigkeit zu erweitern. Am wichtigsten ist jedoch, dass uns die Kunst unser eigenes schöpferisches Ich erschließt.“

Ergebnisse, die durch eine Zusammenarbeit von KünstlerInnen und Unternehmen erzielt werden können sind z.B. verbesserte Unternehmenskultur, dialogische Diskussionskultur, mehr Selbstreflexion im Team,  Hinterfragen von Routinen, geschärfte Wahrnehmung. Menschen, die künstlerische Interventionen in Unternehmen selbst erlebt haben berichten, dass sie Selbstvertrauen und Freude an der Arbeit gewonnen haben und dadurch mit anderen offener und positiver gestimmt zusammenarbeiten.

Kunst fördert Wirtschaft
Diese neue Art der Begegnung von Wirtschaft und Kunst unterscheidet sich vom Modell Sponsoring vor allem durch eine Auflösung der Stereotypen. Künstler sind Partner auf Augenhöhe. Anstatt, dass sie von einem Unternehmen unterstützt werden, leisten sie einen essentiellen und professionellen Beitrag zur Lösung von unternehmensinternen Problemen. Nun könnte man fragen, warum einen Künstler und nicht einen klassischen Unternehmensberater? Der Einsatz von Kunst und künstlerischen Mitteln eröffnet allen Beteiligten neue Wahrnehmungs- und Gestaltungsräume. Künstler setzen sich permanent mit ihrer Umgebung und damit auch mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Sie reagieren darauf, sie greifen Themen auf und transformieren diese in ihren künstlerischen Arbeiten und Projekten. Genuines Anliegen der Kunst ist es, „Neues in die Welt zu bringen“, Künstler schaffen Räume für Neugierde, Kommunikation und Kreativität.

Die Idee der künstlerischen Intervention in Unternehmen bedeutet auch, die Kunst aus den „heiligen Hallen“ der Museen und Theater mitten in die Gesellschaft zu holen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens kommen unmittelbar mit Kunst in Berührung und können sich so neue Kompetenzen und Erfahrungen aneignen, die zu einer unmittelbaren Steigerung ihrer Lebensqualität führt. Die Künstler wiederum befinden sich nicht im Elfenbeinturm, sondern stellen ihre Fähigkeiten auch für nichtkünstlerische Fragestellungen zur Verfügung, was längerfristig zu einer stärkeren Anerkennung und Honorierung der künstlerischen Leistung führt.

Meine Empfehlung für innovative und zukunftsorientierte Menschen aus der Wirtschaft: Holt Künstler und Künstlerinnen ins Unternehmen!

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The Trainee

In der von departure organisierten Ausstellung „curated by – kunst oder leben“ im Projektraum Bucher www.projektraum.at habe ich die Arbeit der Künstlerin Pilvi Takala wieder entdeckt. Sie ist mir bei Recherchen zu Praxisbeispielen künstlerischer Interventionen bereits aufgefallen. Ich war damals sehr erstaunt, dass eine Beratungs- und Prüfungsgesellschaft, das internationale Netzwerk Deloitte, eine Künstlerin ins Haus holt, um bei ihren BeraterInnen einen Denkanstoss zu erreichen. Und das mit radikalen Mitteln, die zunächst Irritation, dann Beschwerden, aber letztlich doch Bewusstheit und Selbstkritik auslösten. Die Künstlerin Pilvi Takala wurde als Trainee im Marketingbereich vorgestellt. Mit dieser Funktion verbanden alle ein klares Aufgabenprofil: schreiben, kopieren, telefonieren, vielleicht auch Kaffee kochen, jedenfalls aber „arbeiten“. Takala verbrachte die Zeit allerdings zumeist schweigend und ruhig beim Schreibtisch sitzend oder sogar den ganzen Tag im Lift (Video) und tat – nichts. Wenn sie gefragt wurde was sie mache, antwortete sie: „Denken (Brain Work)“. Die Reaktionen der KollegInnen fielen unterschiedlich aus. Einige interessierten sich ernsthaft für ihr Tun, andere waren verblüfft oder amüsierten sich über ihr Verhalten, andere wieder beschwerten sich heftig in der Chefetage.

Pilvi Takala
Pilvi Takala

 

 

 

Wird „Nachdenken“ in einem Team akzeptiert, oder muss man jedenfalls Arbeit simulieren um nicht „untätig“ zu scheinen? Wenn alle ständig beschäftigt sind, wann denken wir dann über unser Tun nach? Wo ist Raum für Reflexion? Wie kann Neues entstehen? Braucht es dazu einen Auftrag? Oder Impulse von außen? Das waren Fragen, die von dieser künstlerischen Intervention provoziert wurden.

Pilvi Takala, The Trainee (still), 2008, video installation, courtesy of Galerie Diana Stigter, Amsterdam
Auf dieser Site können Sie vier Kurzvideos abrufen, sehenswert ist das vierte Video, „a Day in the Elevator“
http://www.pilvitakala.com/thetrainee01.html

Deloitte präsentierte das Projekt auch in seiner Lounge am Helsinki Vantaaa Airport:© Petri Virtanen Central Art Archives Helsinki

© Petri Virtanen Central Art Archives Helsinki

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Im Gespräch mit KünstlerInnen: Gerhard Flekatsch

Helga Stattler:
Du bist Mitglied eines Netzwerks, das sich den Diskurs zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst als Aufgabe gestellt hat. Was wollt ihr damit erreichen?

Gerhard Flekatsch:
Ohne schöpferische Tätigkeit landet unsere Gesellschaft in der Sackgasse. Die Einbeziehung von Kreativarbeit in andere Disziplinen ist für eine positive Entwicklung sehr wichtig, das beweisen etliche Studien. Das gilt für die Wirtschaft genauso wie für die Wissenschaften. Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Systemen müssen erkannt und aufgezeigt, Denkstrukturen verändert, neue Impulse gesetzt werden. Dazu können Künstlerinnen und Künstler beitragen und es ist eigentlich erstaunlich, dass ihre Fähigkeiten noch nicht intensiv genutzt werden. Sie haben die Fähigkeit zu erkennen was andere nicht sehen, sie finden Muster, sie interpretieren neu und ermöglichen eine erweiterte Perspektive.

Helga Stattler:
Was kann eine Künstlerin, ein Künstler in der Wirtschaft bewirken?

Gerhard Flekatsch:
Zunächst müssen wir uns klarmachen, dass Kunst heute einer der ganz wenigen Bereiche ist, in denen es nicht um die Erfüllung von Zielvorgaben geht, sondern um eine ganzheitliche Wahrnehmung und deren Transformation in universelle Ausdrucksformen. Für ein erfolgreiches Projekt braucht es den Diskurs zwischen Wirtschaft und Kunst auf Augenhöhe. Das gemeinsame Gespräch, in dem Fragen gestellt werden die uns gleichermaßen interessieren und die zu Themen führen, die uns alle betreffen. Wenn es Gemeinsamkeiten gibt, dann können daraus konkrete Projekte entstehen. Wesentlich ist dabei, dass die Möglichkeiten der KünstlerInnen nicht bloss als ein zusätzliches betriebswirtschaftliches Tool verstanden werden,  sondern ein methodisches Hinterfragen der vorhandenen Vorstellungen und Strukturen zugelassen wird.
Die Initiative KWW (Kunst Wirtschaft Wissenschaft) wurde von einem Unternehmer, einer Technikerin und Kunsthistorikerin und zwei Künstlern gemeinsam gegründet. Gerade in der Unterschiedlichkeit der Arbeitsmethoden liegt der wechselseitige Gewinn. Innovation gibt es nicht auf Bestellung – aber sie wird durch geeignete Rahmenbedingungen und erweiterte Horizonte gefördert.

Helga Stattler:
Wie kam es zu der Initiative?

Gerhard Flekatsch:
Wir sind einmal zusammen gesessen – eine Gruppe von Menschen aus der Kunst, der Kunstgeschichte, der Technik und der Wirtschaft – und sind dabei auf Themen gestoßen, die uns alle beschäftigen. Und die Runde war fruchtbarer, konstruktiver als die klassischen Podiumsdiskussionen. Daher beschlossen wir, dem Kontinuität zu geben, sozusagen am „Küchentisch“ sitzend. Die informelle Atmosphäre ermöglicht ein offenes Gesprächsklima. Die Meetings haben ein Thema und eine Intention, aber die Gespräche selbst, der Weg und die Ergebnisse müssen völlig offen sein. Die Qualität, die Künstler hier einbringen, ist das Spielerische, dass die Aufmerksamkeit sich in jede beliebige Richtung bewegen, die Phantasie sich entwickeln kann, neue Betrachtungsweisen, ein ganzheitliches Bild entsteht. In hierarchischen Strukturen ist das verloren gegangen. Der Fokus auf ein verordnetes Ziel verhindert meist erweiterte Blickwinkel.

Helga Stattler:
Wie hat sich die Rolle der Kunst in der Gesellschaft entwickelt?

Gerhard Flekatsch:
Kunst war über Jahrhunderte in der gebildeten Klasse, die die Macht hatte, geschätzt und gleichzeitig gefürchtet wegen ihrer aufklärerischen Wirkung. Die große Masse hatte keinen Zugang zur Kunst. Seit etwa 150 Jahren gibt es zwar eine Öffnung, aber den Menschen wurde kaum vermittelt, wie sie sich der Kunst annähern könnten. Und nun hat der Markt die Kunst entdeckt, der Kunstmarkt boomt. Die Verdinglichung von Kunst als Marktobjekt steht dem Verständnis von Kunst im Weg. Kunst ist nicht nur über Werke zu begreifen, sondern als Wahrnehmungsweise, als Einstellung, als Möglichkeit der Auseinandersetzung. Dann hat Kunst eine gesellschaftspolitische Funktion. Gerade in Europa könnte die Kunst die vielen Unterschiedlichkeiten, die oft ausgrenzend empfunden werden, als verbindende Vielfalt thematisieren. Dazu müssten die Projekte allerdings auch emotional berühren und die Menschen mit einbeziehen. Das würde Aha-Erlebnisse möglich machen und den wünschenswerten Brückenschlag.

Helga Stattler:
Zurück zur Initiative KWW, kannst du mir ein Projekt nennen, das hier entstanden ist?

Gerhard Flekatsch:
2011/12 gab es drei Veranstaltungen mit Themen wie zum Beispiel „Bilder im Kopf“, „Regionale Identität“ oder „Satt und hungrig“ – was braucht der Mensch alles? Dabei diskutierten Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen miteinander und kamen zu erstaunlichen Einsichten. Außerdem hat jeder ein bisschen mehr über die Denkweisen und Methoden in diesen anderen Bereichen erfahren, seien es jetzt die Medien, die Wirtschaft, die Kunst oder die Technik.

Helga Stattler:
Wie wichtig ist dieses technische Knowhow der Künstler?

Gerhard Flekatsch:
Es hilft natürlich in der Kommunikation zwischen den verschiedenen Welten.

Helga Stattler:
Du bringst ja auch vielfältige Erfahrungen mit.

Gerhard Flekatsch:
Das ist richtig. Ich war immer künstlerisch tätig. Schon während meines Medizinstudiums habe ich eine Theatergruppe gegründet, musiziert, fotografisch und malerisch gearbeitet. Im Studium erkannte ich, wie rasch theoretisches Wissen durch neue Erkenntnisse obsolet wird, dass sich dauernd etwas ändert. Der dogmatische Anspruch seiner Vertreter hat mich oft auch irritiert. Vieles ist erst aus dem jeweiligen Zeit- und Kulturgeist heraus verständlich. Dazu hatte ich während meiner Tätigkeit bei der Ärzteflugambulanz einige Schlüsselerlebnisse: Es ging oft um das Überleben des Patienten und in Extremsituationen mussten Entscheidungen getroffen werden. Da erlebte ich, dass es viele Sichtweisen gibt, entsprechend den kulturellen Werten im jeweiligen Land. Gleichzeitig war eine exakte, minutiöse Planung notwendig und kommerziell erfolgreich musste man auch sein. Ich trug 5 Jahre als Geschäftsführer dafür die Verantwortung. Lösungen findet man nur, wenn man die vertrauten Grenzen überschreitet und die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Vorstellungen gelingt.

Helga Stattler:
Wann hast du dich dann ganz für die Kunst entschieden?

Gerhard Flekatsch:
2005 wurde mir bewusst, dass mir zu wenig Zeit und Energie für die Kunst blieb. Kunst ist ja nicht nur das Kunstwerk an sich, sondern es geht darum, Kunst zu leben, es als Teil von sich zu verstehen. Man muss sich selbst relativieren, den Bereich des Intellekts und der Sinne verbinden um zu einem erweiterten Wahrnehmungskonzept und Selbstverständnis zu gelangen.

Helga Stattler:
Und was motiviert dich jetzt, dich mit der Beziehung zur Wirtschaft auseinander zu setzen?

Gerhard Flekatsch:
Die Wirtschaft hat so einen großen Einfluss auf die Menschheit, dass eine Veränderung nur unter Einbeziehung der Wirtschaft erfolgen kann. Sie dominiert gemeinsam mit den Medien die öffentliche Wahrnehmung. Denken wir nur an die größeren Städte überall auf der Welt, das Straßenbild ist voll von suggestiven Werbebotschaften. Nun ist die Wirtschaft an einem Punkt angelangt, an dem die gängigen wirtschaftlichen Mechanismen, die in Zeiten des Aufschwungs funktioniert haben, nicht mehr so greifen. Mit der Formel „Ursache-Wirkung“ können wir nicht alles erklären. Um sinnvoll handeln zu können geht es darum, vom reinen Zweckdenken wegzukommen, Abstand zu gewinnen, die Wahrnehmung weiter zu entwickeln, die Bedeutung des Einzelnen für das Ganze zu erkennen. Wie kann man lernen, nicht nur aus der Ich-Position heraus zu agieren sondern ebenso die Wir-Position zu vertreten? Dann wären andere Formen des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens möglich – das ist für Menschen in Entscheidungspositionen eine brandaktuelle Frage, für uns alle die essentielle Herausforderung der Zeit.

Informationen zum Künstler

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Künstler inspirieren und ermutigen

Danica Purg_ceeman.org

Bei einem Vortrag in Wien antwortete Danica Purg, Präsidentin der IEDC-Bled School of Management in Slovenien und der Central and East European Management Development Association (CEEMAN), auf die Frage, was Führungskräfte von der Kunst und von Künstlerinnen und Künstlern lernen können:

„Kunst und Künstler inspirieren uns mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen was mit uns und um uns herum vorgeht. Ein Künstler kann uns ermutigen unsere Fähigkeiten, unser Verhaltensrepertoire und unsere Reaktionsfähigkeit zu erweitern. Am wichtigsten ist jedoch, dass uns die Kunst unser eigenes schöpferisches Ich erschließt.“

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Wie klingt die Arbeitswelt?

EDUCULT, das Forschungs- und Beratungsinstitut in den Bereichen kulturelle Bildung, Kunst- und Kulturvermittlung und interkultureller Dialog, hat im Auftrag der AK Wien ein spannendes, musikvermittelndes Projekt entwickelt. Jugendliche können in drei Workshops mit Methoden der ästhetischen Erforschung einen neuen Zugang zur Arbeitswelt finden. Ausgestattet mit Audio-Rekordern, Fotokameras und Interviewfragen erkunden sie die Arbeitsumgebung der MitarbeiterInnen in verschiedenen Betrieben. Wie klingt ein Callcenter? Wie ein Industriebetrieb? Was hört eine Busfahrerin? Gemeinsam mit dem Künstler Helge Hinteregger, einem Live-Elektroniker, werden die gesammelten Materialien zu einem gemeinsamen musikalischen Werk „work::sounds“ verarbeitet, das im Internet öffentlich zugänglich sein wird.

EDUCULT begleitet dieses Projekt konzeptiv, methodisch und organisatorisch. Start ist im Herbst 2012.
Informationen auf der Homepage von EDUCULT.

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Nachhaltiges Kunstprojekt der Gaulhofer Industrieholding

Manfred Gaulhofer
Manfred Gaulhofer

Der interessanteste Beitrag bei einer Podiumsdiskussion im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste am 28. April, kam von Manfred Gaulhofer, Geschäftsführer der Gaulhofer Industrieholding GmbH. Er berichtete über mehrere Projekte gemeinsam mit Künstlern, wie zum Beispiel eine Theaterproduktion mit dem Regisseur Henning Mankell, ein regionales Kunstprojekt und eine Aktion, in der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbezogen wurden und die noch heute, nach fast zwei Jahren, im Unternehmen sicht- und spürbar ist.

Der Konzeptkünstler Werner Reiterer realisierte für Gaulhofer dieses Projekt mit dem Titel „Dicke Luft“. Er befragte die MitarbeiterInnen, was sie an persönlichen Gedanken, Empfindungen und Gefühlen täglich in die Arbeit mitbringen. Mehr als 100 Begriffe wurden ihm genannt, von Wissen, Neugierde, Freude, Sinn, Poesie bis Herzblut, Schweiß und Wutausbruch.

Reiterer „füllte“ diese emotionalen Grundstoffe in Leergebinde aus dem Produktionsalltag des Unternehmens wie Dosen, Kübel und Fässer.Die Gebinde wurden beschriftet und mit Gebrauchsanleitungen versehen. Für „50 Liter Ehrgeiz“ lautet die Anweisung zum Beispiel: Missbrauch strafbar! Bei Überdosierung Missgunst. Bei „Emotionen“ heißt es: Nicht mit anderen Produkten mischen, Explosionsgefahr. Jeder Mitarbeiter konnte die Gebinde im Firmenareal an passenden Orten verteilen. So steht ein großes Fass, das laut Label „Mutters Rat“ beinhaltet, neben einer Werkmaschine, ein Kübel „Kontaktarmut“ vor einer Bürotüre. Noch heute fragen Mitarbeitende: „Wo ist die Dose Geniestreiche?“ oder „Wer hat gerade den Kübel Ärger?“, um sie an einer passenden Stelle deponieren zu können. Eine nachhaltige Botschaft, nicht nur das materielle Funktionieren der MitarbeiterInnen anzuerkennen, sondern auch ihre Emotionen und Werthaltungen wahrzunehmen.

Damit gab Manfred Gaulhofer eine konkrete Antwort aus der Praxis auf die zentrale Frage der Podiumsdiskussion, die da lautete: „Wer braucht Kunst? Wem nützt Kunst? Kunst und Wirtschaft – Unterschiedliche Modelle der Kooperation“. Zu diesem Gespräch im Semper Depot hat der Manager Georg Folian, Vorstand von Warimpex und Initiator der Projekte „Serendipity“ und „georgfolianzeigt“ eingeladen. Mit Folian am Podium waren neben Gaulhofer die Künstler Veronika Dirnhofer und Richard Kriesche sowie als Moderatorin die Regisseurin des Theaters im Bahnhof, Monika Klengel.

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Im Gespräch mit KünstlerInnen: Karl M. Sibelius

Helga Stattler:
Herr Sibelius, gerade konnte man Sie in „Nijinskys Tagebuch“ auf der Bühne des Landestheaters Linz sehen. Sie sind Schauspieler, Sänger und Regisseur, Sie unterrichten in Salzburg am Mozarteum –  und nun absolvierten Sie ein Praktikum in der Hypo Oberösterreich. Wieso das?

Karl M. Sibelius

Karl M. Sibelius:
Ich studiere berufsbegleitend „Kulturmanagement“ an der Universität Zürich. Sechs der 28 Monate  Studienzeit lernen wir jeweils die „andere Welt“ kennen: die Künstler arbeiten in der Wirtschaft, die Betriebswirte im künstlerischen Bereich.

Helga Stattler:
Und wie ging es Ihnen da?

Karl M. Sibelius:
Ich war in der Marketing-Abteilung tätig, da ist der Unterschied zu einem Kulturbetrieb nicht so groß. Überraschend für mich war, wie kreativ die Kollegen sind, wie intensiv sie sich gegenseitig austauschen und um Rat fragen. Mit Begriffen wie Change Management oder Leitbild wird selbstverständlich umgegangen. Und es wird alles durchleuchtet, jede Kostenstelle, ganz radikal. Damit habe ich nicht gerechnet. Da könnte der Kulturbetrieb von der Wirtschaft viel lernen. Andererseits fällt mir in Unternehmen immer wieder auf, dass der Erfolg nur an Zahlen und erledigten Aufgaben gemessen wird, die menschlichen Leistungen zählen kaum. Auch in der Management-Literatur wird das beschrieben. Ich lese gerade ein Buch über Leadership und Bürokratie. Da bekommt man das Gefühl, dass sich die Leute nicht mit der Arbeit identifizieren. Das gibt es im Kulturbetrieb überhaupt nicht, hier könnte die Wirtschaft von der Kultur lernen. Wir könnten also gegenseitig sehr viel profitieren.

Helga Stattler:
Ihre Kollegen in der Bank sagen, ein Künstler bringe andere Blickwinkel ein, er habe einen anderen Zugang zu den Aufgaben, nehme die Dinge anders wahr. Haben Sie das auch so erlebt?

Karl M. Sibelius:
Ja, einige Male. Zum Beispiel merke ich, wenn Gespräche standardisiert ablaufen, in einem Frage-Antwort-Schema, das völlig unabhängig von der Person ist. Das muss doch demotivierend sein. Oder bei Bewerbungsgesprächen. Die laufen perfekt ab, aber so kommt man an die Persönlichkeit nicht heran, man kann nicht entdecken, ob der Kandidat wirklich der Beste ist. Mich interessiert, wie er in einer Extremsituation reagieren würde, wie er mit Irritationen umgeht. Als Künstler hört man gut zu und beobachtet genau. Man kann Themen ansprechen, die sonst tabu bleiben.

Helga Stattler:
Sie werden ab der kommenden Spielsaison Intendant am theater // an der rott im niederbayerischen Eggenfelden sein. Da können Sie diese Erfahrungen bald nutzen.

Karl M. Sibelius:
Bei mir war immer im Hinterkopf der Wunsch ein Theater zu leiten, ein Ermöglicher zu sein. Deshalb habe ich schon vor Jahren am Institut für Kulturkonzepte in Wien einen  Lehrgang absolviert und eben jetzt das Studium in Zürich. Wissen ist Macht. Das merke ich bei Verhandlungen wenn ich das Excel-Sheet öffne mit meiner Projektkalkulation. Da staunt man, dass jemand wie ich eine Bilanz lesen kann. Weil normal hat ein Künstler keine Ahnung davon.

Helga Stattler:
Kulturmanager und Künstler – lässt sich das vereinbaren?

Karl M. Sibelius:
Ich glaube nicht, dass mir das eine vom anderen etwas wegnimmt. Im Gegenteil, ich bin selbstbewusster und entspannter auf der Bühne. In Georg Kreislers Ein-Mann-Musical „Adam Schaf hat Angst“ werde ich im theater // an der rott ein Schauspieler sein, der über den neuen Intendanten lästert, da kann ich mich richtig selber beschimpfen und mit dem Publikum solidarisch erklären (lacht). Ich werde künstlerischer und kaufmännischer Leiter des Theaters sein. Und mein Ehrgeiz ist, dass es ein großartiges Theater wird, eines von dem man spricht. Ich glaube, dass wir uns nicht nur durch die Stückauswahl von den anderen absetzen werden, sondern weil mein Team und ich uns zumindest auch den Kopf darüber zerbrechen, wie man Kunst und Ökonomie auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Mal sehen, ob uns das gelingt.

Helga Stattler:
Dann – toi, toi, toi!

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Kulturwandel: Vom Funktionieren zum Gelingen

Gerald Hüther / Homepage

„Es geht nicht um’s Funktionieren, es geht um’s Gelingen!“, hörte ich Gerald Hüther sagen, den inzwischen auch in Österreich bekannten Hirnforscher. Und zwar beim Symposium „Kunst fördert Wirtschaft“, 2010 in Dortmund. Ein solcher Satz muss sickern, er lädt dazu ein, hineinzuhören in die eigenen Gefühle, inneren Einstellungen und Haltungen. Erinnere ich mich an ein Hochgefühl, als mir etwas „gelungen“ ist? Was war das? Oder bin ich schon zufrieden, wenn alles reibungslos klappt, wenn ich „funktioniere“. Bei allem was mich begeistert, wofür ich mich brennend interessiere, was mich freut und was ich im Leben wichtig finde, da stellt sich auch das Gefühl des Gelingens ein. Ein wirklich gutes Gefühl.

Auf der Homepage von Gerald Hüther werden Sie ermutigende Sätze finden, aber auch anspruchsvolle, denn: „Es fällt nichts vom Himmel!“ (zit. Hüther)
Hier nur einige Beispiele, die Sie auch vor der Folie des Themas Kunst und Wirtschaft lesen können, nicht umsonst war Hüther Referent zum Thema „Kunst fördert Wirtschaft“:

  • Unser Hirn macht uns vor was qualitatives Wachstum ist. Es wächst nicht so lange weiter bis uns die Schädeldecke zerplatzt, sondern indem es die Beziehungen zwischen den Nervenzellen intensiviert.
  • Wem Gelegenheit geboten wird, zu zeigen, was er kann, und wem das Gefühl vermittelt wird, dazuzugehören und zum Gelingen des Ganzen beitragen zu dürfen, der strengt sich nicht nur an. Der denkt auch mit. Der übernimmt auch Verantwortung und bringt sich ein.
  • In jedem Unternehmen, in jeder Mitarbeiterin, in jedem Mitarbeiter schlummern meist noch nicht geweckte Potentiale, die nur warten zur Entfaltung zu kommen. Wenn es Führungsteams und ihren Mitarbeitern gelänge, auf eine andere Art und Weise in Beziehung zu treten, könnten Teams über sich hinauswachsen.
  • Die alte Kultur der Ressourcenausnutzung kann durch eine innovative Kultur der Potentialentfaltung ersetzt werden. Es braucht eine grundlegende Veränderung unserer bisherigen Haltungen, Überzeugungen und inneren Vorstellungen – unseres „ mindset“. Wie kann das gelingen? Mit neuen stärkenden Erfahrungen. Mit Begeisterung …
Gerd Altmann / pixelio.de

Professor Gerald Hüther sucht nach dem Geheimnis des Gelingens. Er möchte herausfinden, was Menschen brauchen, um die in ihnen angelegten Potentiale zu entfalten, um gemeinsam über sich hinauswachsen zu können. Das nennt er „Applied Neuroscience“ (angewandte Neurobiologie). Er ist Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Sinn-Stiftung und hat die aktuelle Initiative „Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen“ initiiert. Unternehmen werden bei der Einführung einer auf Potentialentfaltung ausgerichteten Unternehmens- und Führungskultur unterstützt. Hüther lädt ein, ermutigende und inspirierende Erfahrungen mit anderen Unternehmen und Führungskräften zu teilen und sie damit zu inspirieren.

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